Der DIN-Stecker nach DIN 41524 war früher bei Stereoanlagen und ähnlichem weit verbreitet. Heute werden dagegen überwiegend Chinchstecker verwendet. Einige kennen vielleicht noch den Begriff Diodenstecker oder Diodenkabel.
5poliger Diodenstecker und -kupplung (Stereo)
DIN-Stecker und -buchsen gibt es in Stereo (5polig) und in Mono (3polig). Daneben gibt es noch anderspolige Varianten. Da beim DIN-Stecker alle Tonleitungen in einem Stecker vereint sind, besteht nicht Gefahr des Vertauschens. Allerdings sind die Stecker nicht besonders robust und vor allem nicht trittfest.
3poliger Diodenstecker (Mono)
Mein erster Verstärker (genauer ein Receiver) und mein erstes Tape-Deck, die ich beide im Frühling 1985 gekauft habe, hatten ebenfalls DIN-Buchsen. Die späteren Geräte (ab 1987) waren dann mit Cinchbuchsen ausgestattet.
Die folgende Abbildung zeigt die Anschlußbelegung eines DIN-Steckers und einer DIN-Buchse in Stereo bei Draufsicht von außen, also auf einen ungeöffneten Stecker / Buchse.
Anschlußbebelegung DIN-Stecker und -buchse in Stereo
Pin 1 = Aufnahme linker Kanal
Pin 2 = Masse
Pin 3 = Wiedergabe linker Kanal
Pin 4 = Aufnahme rechter Kanal
Pin 5 = Wiedergabe rechter Kanal
Die folgende Abbildung zeigt die Anschlußbelegung eines DIN-Steckers und einer DIN-Buchse in Mono bei Draufsicht von außen, also auf einen ungeöffneten Stecker / Buchse.
Anschlußbebelegung DIN-Stecker und -buchse in Mono
Pin 1 = Aufnahme
Pin 2 = Masse
Pin 3 = Wiedergabe
Moderne Stereoanlagen sind in der Regel mit Cinchsteckern und -buchsen ausgestattet. Hat man ältere Geräte mit DIN-Steckern, so gibt es Adapter zu kaufen. Doch oft funktioniert das nicht richtig! Warum?
Adapter mit zwei Cinchkupplungen auf Din-Stecker
Bei Cinchanschlüssen haben die Audiosignale in der Regel Spannungen zwischen 100 und 200 Millivolt. Bei DIN sind die Signalspannungen geringer und liegen zwischen 5 und 10 Millivolt. Wer ein Wiedergabegerät z. B. ein Tape-Deck mit DIN-Stecker an einen modernen Verstärker mit Cinchbuchsen anschließt, wird in der Regel erst bei hochgedrehtem Lautstärkeregler etwas hören, weil das Signal recht schwach ist.
Adapter mit vier Cinchsteckern auf Din-Stecker
Schließt man umgekehrt ein Aufnahmegerät, z. B. ein Tonband oder ein Tape-Deck mit DIN-Buchse über einen Adapter an den Ausgang eines Verstärkers mit Cinchbuchsen an, so ist das Ausgangssignal des Verstärkers viel zu stark. Dadurch wird das Tonbandgerät oder Tape-Deck hofffnungslos übersteuert. Ein Herunterdrehen des Aussteuerungsreglers hilft hier nicht viel, wie manche vielleicht meinen, denn am Eingang eines Tonbandgerätes oder Tape-Decks befindet sich eine Verstärkerstufe, die zur Entkopplung vom einspeisenden Gerät dient. Durch das zu starke Signal wird diese Verstärkerstufe übersteuert und das Signal ist dann verzerrt. Da sich die Aussteuerungsregler erst hinter dieser Verstärkerstufe befinden, ist es auch klar, daß ein Herunterdrehen der Regler nichts mehr nützt!
Für diesen Fall habe ich in den 80er Jahren einen Adapter von Cinch auf DIN-Stecker gehabt, der zusätzlich im Aufnahmezweig pro Stereokanal einen Widerstand enthielt, um die Signalstärke zu reduzieren. Diesen habe ich z. B. zum Anschluß meines Tape-Decks mit DIN-Buchse an die Cinchbuchsen meines Verstärkers benutzt. Leider habe ich diesen Adapter nicht mehr.
Man kann solche speziellen Adapter aber heute hin und wieder noch kaufen, oder mit ein bißchen Fingerspitzengefühl auch leicht selbst anfertigen. Die Widerstände können im DIN- oder im Cinchstecker untergebracht werden. Die Widerstandswerte liegen in der Regel bei 470 Kiloohm, nur sollte man wegen des geringeren Rauschens besser Metallfilmwiderstände benutzen.
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