Einen Dreieckgenerator kann man mit zwei Operationsverstärkern aufbauen (Schmitt-Trigger und Integrator). Schaltungsbeispiele dazu findet man im Internet (einfach bei Google Dreieckgeneraor eingeben). Weil es einfacher ist, habe ich das IC XR 2206 benutzt.
Der XR 2206 beinhaltet einen kompletten Funktionsgenerator. Er soll hier aber ausschließlich als Dreieckgenerator benutzt werden. Dazu braucht der XR 2206 eine Betriebsspannung von 12 bis 20 Volt, die an Pin 4 gelegt wird. Pin 12 (Masse) wird mit dem Minuspol der Betriebsspannung verbunden.
Die Pinbelegung des XR 2206
Blockschaltbild des XR 2206
Die erzeugte Frequenz wird von der Kapazität zwischen dem Pin 5 und 6 sowie vom Widerstand am Pin 7 oder 8 bestimmt. Die Frequenz errechnet sich nach der Formel F=1/RC. Die Frequenz kann also mit Kondensatoren oder Widerständen geregelt werden.
Um am Ausgang ein Dreiecksignal zu erhalten, müssen die Pins 13 und 14 offen sein. Die Symmetrie des Dreiecksignals kann mit einem Poti zwischen den Pins 15 und 16 eingestellt werden.
Die Schaltung ist sehr einfach und lehnt sich an die Beispielschaltung aus dem Datenblatt des XR 2206 an. Nur werden hier ausschließlich die Bauteile benutzt, die zur Erzeugung des Dreiecksignals notwendig sind.
Ein einfacher Dreieckgenerator mit dem XR 2206
Zusätzlich habe ich insgesamt drei umschaltbare Frequenzbereiche eingebaut, die mit einem 3-Stufenschalter umgeschaltet werden können. Nach einer Messung mit dem Oszilloskop betragen die Frequenzen etwa:
Für die Feinjustage der Frequenz wurde an Pin 7 ein Poti mit 100 Kiloohm (P2) eingebaut. Die korrekte Symmetrie des Dreiecksignals ist über das Poti P3 einstellbar. Und mit dem Poti P1 läßt sich die Amplitude des Dreiecksignals von 0 Volt bis zur Höhe der Betriebsspannung einstellen.
Die Schaltung wurde zuerst auf einer Streifenplatine aufgebaut. Das IC XR 2206 bekam eine IC-Fassung. Zum Anschluß der Potis usw. wurden Lötnägel eingelötet. Die Schaltung kam in ein kleines Aluminiumgehäuse. Die drei Potis wurden zusammen mit den Anschlußbuchsen auf die Frontplatte gesetzt. Als Stromversorgung dient eine Hohlsteckerbuchse.
Da ich schon mehrere ähnliche Kleingeräte (z. B. für Sinussignale) gebaut habe, ist es zu aufwendig jedes mit einem eigenen Trafo und einer Spannungsstabilisierung auszustatten. Dazu dient besser ein kleines externes, stabilisiertes Netzteil mit einer Spannung von etwa 9 Volt, welches man auch für die anderen Geräte verwenden kann.
Die fertige Schaltung
Die Schaltung im Alugehäuse
Der fertige Dreieckgenerator
Der fertige Dreieckgenerator wurde natürlich mit dem Oszilloskop geprüft. Der XR 2206 kann zwar auch Sinus- und Rechteckkurven ausgeben; diese sind allerdings qualitativ nicht so gut, wie ich es bereits hier schon beschrieben habe. Mit dem Dreiecksignal bin ich dagegen zufrieden.
Korrektes Dreiecksignal
Korrektes Dreiecksignal - tiefere Frequenz als oben
Korrektes Dreiecksignal - kleinere Amplitude als oben
Verzerrtes Dreiecksignal - mit Poti P3 erzeugt
Verzerrtes Dreiecksignal - mit Poti P3 erzeugt
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