Viele hassen die grauen und dunklen Tage im Dezember - ich dagegen überhaupt nicht. Gerade für den Hobbyelektroniker ist diese Zeit die beste, um in Ruhe seinem Hobby nachzugehen! Und die Vorweihnachtszeit hat auch einen ganz besonderen Reiz mit ihren prachtvollen Lichtern und festlichen Beleuchtungen.
Natürlich kann man als Hobbyelektroniker auch seinen Lichtschmuck selber bauen, z. B. einen einfachen Weihnachtsbaum aus 15 Leuchtdioden. Da mich auf Dauer ständig blinkende oder blitzende LED's eher nerven, habe ich mir etwas ganz einfaches ausgedacht.
Da die superhellen Leuchtdioden einen geringeren Abstrahlwinkel haben und auch blenden, habe ich 15 normale genommen. Wenn die LED's richtig zusammengeschaltet werden, braucht nicht jede einen eigenen Vorwiderstand. Wie das richtig geht, ist hier beschrieben.
Als Betriebsspannung habe ich 12 Volt vorgesehen, weil die 15 LED's für einen 9 Volt Block deutlich zu viel sind. Der Strom durch die LED's soll auf 15 Milliampere begrenzt werden, was bei 15 immerhin 225 Milliampere ausmacht! Nach etwa einer halben Stunde ist so ein 9 Volt leer. Also nimmt man besser ein Steckernetzteil oder einen kleinen Bleiakku.
Nun gehts zur richtigen Zusammenschaltung. Die Durchlaßspannung der LED's war mit 2,1 Volt angegeben. Aber lieber nochmal nachmessen! Also habe ich in meinem einfachen selbstgebauten LED-Tester eine LED reingesteckt, das Multimeter angeschlossen und den Strom auf etwa 15 Milliampere eingestellt. Anschließend habe ich die Spannung an der LED gemessen, die ziemlich genau 2 Volt betrug. Somit kann man 5 LED's in Reihe schalten, was etwa 10 Volt macht. Die restlichen 2 Volt sollen am Vorwiderstand abfallen. Dieser hat dann den Wert:
Wir nehmen hier den nächsthöheren Widerstand der E-12 Normreihe, was 150 Ohm sind. Bei 15 LED's hat man genau 3 dieser Zweige mit je 5 LED's und dem Vorwiderstand von 150 Ohm, die anschließend parallel geschaltet werden. Die LED's ordnet man auf der Streifenplatine in Form eines Weihnachtsbaumes an. Die gesamte Schaltung sieht dann so aus, wobei ich im Schaltbild die Anordnung der LED's auf der Platine berücksichtigt habe:
Ein einfacher LED-Weihnachtsbaum
Der Aufbau ist relativ einfach und kann z. B. auf einer Streifenplatine der Standardgröße 10 x 5 cm erfolgen. Allerdings sollten die Leiterbahnen in die kurze Richtung verlaufen! Falls man so eine Platine nicht bekommt, nimmt man eben eine größere und sägt diese zurecht. Wichtig ist vor allem, daß man die Polung der in Reihe geschalteten LED's beachtet! Das längere Bein ist normalerweise die Anode und auf Seite der Kathode ist das runde LED-Gehäuse etwas abgeflacht. Ich habe nach dem Einlöten z. B. nur die Anschlußbeine der Kathodenanschlüsse ganz abgeschnitten und die der Anoden etwas länger gelassen. Sowas erleichtert eine eventuelle spätere Fehlersuche! Funktioniert alles, kann man alle Anschlußbeine komplett kürzen.
Die Lötseite der Streifenplatine
Der Anschluß für die Betriebsspannung erfolgt am besten über Lötnägel. Auf jeden Fall sollte immer die Polung beachtet werden! Wird ein Steckernetzteil benutzt, so muß dieses eine Gleichspannung liefern! Andernfalls muß noch ein Gleichrichter vor- und ein Kondensator parallelgeschaltet werden. Ob nun Steckernetzteil- oder Akkubetrieb - am besten baut man gleich noch eine Feinsicherung mit 250 mA ein!
Die beiden Bilder unten zeigen die fertige Schaltung. Das Licht ist rein gelb und angenehm weich. Man kann die Platine z. B. hinter das Fenster hängen oder mit Abstandsrollen auf ein Stück Holzleiste schrauben und irgendwo im Zimmer hinstellen.
Der fertige LED-Weihnachtsbaum, rechts in Betrieb
Bitte beachten Sie die Hinweise zur Seite!