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Ladegerät für 12 V Bleiakkus


Mit einer einfachen Schaltung und einem speziellen IC, dem PB 137, läßt sich ein Ladegerät für kleinere Bleiakkus bauen.



Der PB 137

Im Grunde genommen ist der PB 137 ein Festspannungsregler, dessen Ausgangsspannung exakt der Ladeschlußspannung von 12 V Bleiakkus entspricht (13,8 Volt). Der Ausgangsstrom wird auf etwa 1,5 Ampere begrenzt. Er verträgt eine maximale Eingangsspannung von 40 Volt und ist kurzschlußfest. Er verträgt allerdings eines nicht: Einen verpolten Anschluß.


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Anschlußbelegung des PB 137



Die Schaltung

Die Schaltung ist denkbar einfach. Kernstück des Ladegerätes ist der PB 137. Ansonsten braucht man einen Trenntrafo sowie einen Gleichrichter und einen Elko. Zunächst aber eine Warnung:


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Da der Trafo wie alle Netzteile mit Netzspannung betrieben wird, ist hier immer große Vorsicht geboten! Daher sind ohne Ausnahme vor der Planung oder dem Baubeginn diese Hinweise zu lesen und zu beachten!!!


Der PB 137 braucht schon eine Eingangsspannung von 16 Volt um richtig arbeiten zu können. Am besten nimmt man daher einen Trafo der etwa 15 Volt im Leerlauf liefert. Durch den Elko hinter dem Gleichrichter wird die Gleichspannung etwa so hoch, wie der Effektivwert der Wechselspannung von 15 Volt; das sind etwa 21 Volt.


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Die Schaltung des Ladegerätes


Die beiden Kondensatoren C2 und C3 sollten so dicht wie möglich am PB 137 positioniert werden. Die Freilaufdiode D5 ist hier nicht unbedingt erforderlich, weil der PB 137 über eine Sperre gegen rückwärts fließenden Strom verfügt. Ich habe sie aber dennoch mit eingefügt.

Die Diode D6 ist ein Schutz für die Schaltung, falls der Akku einmal verpolt angeschlossen wird. In diesem Fall wird D6 leitend und schließt die verpolte Spannung am Ausgang kurz. Der dabei entstehende Kurzschlußstrom zerstört sofort die Sicherung F, so daß kein weiterer Schaden entsteht.

Ganz wichtig ist, daß der PB 137 unbedingt einen großen Kühlkörper braucht! Beim Ladebetrieb erzeugt dieser eine ganze Menge Wärme die unbedingt abgeführt werden muß, damit der Regler nicht zerstört wird.

Der Ladestrom wird auf etwa 1,5 Ampere begrenzt. Wird die Ladeschlußspannung von 13,8 Volt erreicht, sinkt der Strom auf 0 Ampere ab. Nach der Regel, das der Ladestrom 1/10 der Akkukapazität betragen sollte, kann man mit diesem Gerät genau genommen nur Akkus mit einer Kapazität von etwa 15 Ah laden. Ich habe es aber auch bei meinen 7 Ah Akkus mit Erfolg eingesetzt. Der Ladestrom ist dann allerdings etwas höher (ca. 1/5 der Kapazität bei 7 Ah).

Wer überwiegend kleinere Akkus unter 15 Ah laden möchte, kann zusätzlich einen Widerstand zur Strombegrenzung einbauen. Dessen Wert hängt mit vom Innenwiderstand des Akkus ab. Am besten probiert man das mit verschiedenen 11 Watt Keramikwiderständen zwischen 2 und 8 Ohm aus und mißt dabei den Strom.


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Das fertige Ladegerät


Empfehlenswert ist weiterhin der Einbau eines Amperemeters in das Gehäuse. So kann man die Ladestromstärke immer überwachen und sieht auch, wann der Akku voll ist! Dies ist der Fall, wenn der Ladestrom auf 0 Ampere abgesunken ist. Der Akku kann dann vom Ladegerät abgeklemmt werden.


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Das fertige Ladegerät im Einsatz


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Beim Erreichen der Ladeschlußspannung von 13,8 Volt
geht der Ladestrom auf 0 Ampere zurück


Bitte beachten Sie die Hinweise zur Seite!

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