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Logbuch


Neben dem Wetter und der Astronomie interessiere ich mich schon seit 1980 gelegentlich für Elektrotechnik und Elektronik. Ich habe zwar nicht, wie die älteren Generationen, die Anfänge von Rundfunk und Fernsehen mit ihren Röhrengeräten usw. miterlebt. Aber auch in meiner Kultzeit, den 80er Jahren, gab es eine Menge elektronischer Entwicklungen, die ich live miterleben durfte, z. B. die ersten Videorecorder, immer bessere Stereoanlagen, das Aufkommen der CD, sowie die ersten guten Heimcomputer (Commodore C-16 und C-64).

So habe ich nach und nach ein Logbuch erstellt, welches chronologisch alle wichtigen Erlebnisse und Basteleien enthält.



Zum Autor

Im Oktober 1968 erblickte ich in Kiel erstmals das Licht dieser Welt. Von 1976 bis 1984 besuchte ich die Grund- und Hauptschule in Kiel-Suchsdorf, die ich im Sommer 1984 erfolgreich verließ.

Anschließend besuchte ich von 1984 bis 1986 die Berufsfachschule Elektrotechnik in Kiel-Gaarden, wo ich sehr viel im Bereich Elektrotechnik und -installation gelernt habe. Neben Fachkunde, Fachzeichnen und Fachrechnen bauten wir in der Fachpraxis viele gängige Installationsschaltungen in IP 54 auf Holzbrettern auf, und im E-Labor wurden viele Versuche gemacht, mit Oszilloskopen gearbeitet sowie Schützschaltungen aufgebaut. Der geplante Berufsweg zum Elektriker scheiterte leider aus körperlichen Gründen (genaueres siehe hier im Logbuch).

So habe ich auf Empfehlung des Arbeitsamtes 1987 auf der Wirtschaftsakademie in Kiel eine schulische Ausbildung zum Bürokaufmann begonnen und 1990 erfolgreich abgeschlossen. Trotzdem ist die Elektrotechnik und Elektronik ein gelegentliches Hobby geblieben, da ich auf der Berufsfachschule Elektrotechnik sehr viel gelernt habe. Was ich heute in diesem Bereich hobbymäßig so mache, erfährt man hier.

1992 stieg ich in die PC-Technik ein und habe seitdem die ganze Entwicklung von meinem ersten 286er Prozessor mit 4 Megabyte Arbeitsspeicher und einer 20 Megabyte Festplatte live miterlebt. So nutze ich heute vor allem für meine anderen Hobbys, der Wetterkunde und der Astronomie, täglich sehr oft das Internet.

Auch meine beruflichen Tätigkeiten gingen nach der Bundeswehr im Jahr 1991 schnell in Richtung Datenerfassung und -verarbeitung am PC. So arbeite ich heute überwiegend in diesem Bereich.



Erste Kontakte mit der Technik in den 70er Jahren

Mein Vater ist gelernter Radio- und Fernsehtechniker und hat seine Ausbildung Ende der 50er Jahre gemacht, in einer Zeit, wo es noch viele Röhrengeräte gab. So spielte die Technik bei uns immer eine gewisse Rolle. Ich kann mich noch schwach an seine Bastelecke im Keller Anfang der 70er Jahre erinnern. Hier stand allerlei geöffnetes Gerät herum, vor allem Röhrenradios. Mein Vater machte damals auch oft mit einem Mikrofon Tonaufnahmen von mir auf Spulentonbandgeräte, die ich schon als Kind kannte.

Bis Mitte der 70er Jahre hatten wir noch einen Schwarzweissfernseher. Dann kam aber (endlich!) einer in Farbe. Mit sieben Jahren hatte ich schon einen eigenen Plattenspieler. Bald konnte ich die Platten selbst auflegen. Im Keller stapelten sich mittlerweile alte und meist kaputte Fernseher.

Etwa 1977 zog mein Vater berufsbedingt in eine andere Stadt. 1978 bekam ich einen kleinen Kassettenrecorder mit dem ich vor allem Geräusche usw. per Mikrofon aufnahm. Auch Singles nahm ich darauf auf. Diese konnte man anschließend von Kassette hören ohne sie alle einzeln auflegen zu müssen! 1979 folgte ein kleiner Radiorecorder. Leider funktionierte das Aufnehmen von Musik aus dem Radio nicht gut (verzerrte Aufnahmen). 1980 bekam ich eine kleine Stereo-Kompaktanlage mit 40 Watt. Mit dieser konnte ich endlich vernünftig Musik aus dem Radio aufnehmen.



Die Bastelanfänge um 1980

Im Jahr 1980, als ich 12 Jahre alt war, experimentierte ich zusammen mit einem Freund mit kleinen Motoren aus Batterieloks sowie Batterielampen. Wir beschlossen eine kleine Bastelecke einzurichten. Aber wo? Da die Bastelecke meines Vaters seit Ende der 70er Jahre aus dem Keller so gut wie verschwunden war, konnten wir den Raum eigentlich dafür nutzen.

Also wurde aufgeräumt, der große Tisch im Kellerraum leer gemacht und alles an elektrischen Dingen, was ich im Keller fand, wie z. B. alte Widerstände und Kondensatoren, die noch von der früheren Bastelecke meines Vaters stammten, zum Basteltisch hin getragen. Zuerst konnten wir nicht viel damit anfangen, aber der Basteltisch mußte ja "nach was aussehen"! Aus einigen Brettern baute ich eine einfache Lautsprecherbox mit einem Breitbandlautsprecher. Diese wurde zusammen mit einer noch von meinem Vater stammenden Selbstbaubox an dem alten Stereoplattenspieler angeschlossen. So hatten wir im Bastelraum schließlich Musik.


1982.jpg

Die Bastelecke im Keller im Mai 1982
Schon erstaunlich, was man mit 13 Jahren so alles gemacht hat!


Bald bastelten wir fast jeden Tag. Beliebte Dinge waren zuerst Batterielämpchen und -motoren. Aus Legosteinen bauten wir Häuser, die wir von innen beleuchteten und Windmühlen mit sich drehenden kleinen Flügeln, die von kleinen Batteriemotoren angetrieben wurden. Die dazu nötige Kleinspannung kam aus Batterien und später aus Trafos. Öfter fuhren wir mit unseren Fahrrädern zum nahen Supermarkt und kauften diverse Kleinteile wie Druckschalter, Fassungen und Glühlampen, die es dort gab. Bald folgte eine elektrische Eisenbahn von Märklin auf einer großen Holzplatte.

Später fuhren wir auch hin und wieder zu den Elektronik-Fachgeschäften in Kiel: Transistor-Lukas am Wilhelmplatz, den es heute nicht mehr gibt, oder Elektronik-Schmidt am Exerzierplatz, um dort einige Kleinteile zu kaufen. Das alles von meinem Taschengeld, was aber so gut und sinnvoll angelegt wurde.




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