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Logbuch


Neben dem Wetter und der Astronomie interessiere ich mich schon seit 1980 gelegentlich für Elektrotechnik und Elektronik. Ich habe zwar nicht, wie die älteren Generationen, die Anfänge von Rundfunk und Fernsehen mit ihren Röhrengeräten usw. miterlebt. Aber auch in meiner Kultzeit, den 80er Jahren, gab es eine Menge elektronischer Entwicklungen, die ich live miterleben durfte, z. B. die ersten Videorecorder, immer bessere Stereoanlagen, das Aufkommen der CD, sowie die ersten guten Heimcomputer (Commodore C-16 und C-64).

So habe ich nach und nach ein Logbuch erstellt, welches chronologisch alle wichtigen Erlebnisse und Basteleien enthält.



Erste Kontakte mit der Technik in den 70er Jahren

Am 27. Oktober 1968 erblickte ich in Kiel erstmals das Licht dieser Welt. Mein Vater ist gelernter Radio- und Fernsehtechniker und hat seine Ausbildung Ende der 50er Jahre gemacht, in einer Zeit, wo es noch viele Röhrengeräte gab. So spielte die Technik bei uns immer eine gewisse Rolle. Ich kann mich noch schwach an seine Bastelecke im Keller Anfang der 70er Jahre erinnern. Hier stand allerlei geöffnetes Gerät herum, vor allem Röhrenradios. Mein Vater machte damals auch oft mit einem Mikrofon Tonaufnahmen von mir auf Spulentonbandgeräte, die ich schon als Kind kannte.

Bis Mitte der 70er Jahre hatten wir noch einen Schwarzweissfernseher. Dann kam aber (endlich!) einer in Farbe. Mit sieben Jahren hatte ich schon einen eigenen Plattenspieler. Bald konnte ich die Platten selbst auflegen. Im Keller stapelten sich mittlerweile alte und meist kaputte Fernseher.

Etwa 1977 zog mein Vater berufsbedingt in eine andere Stadt. 1978 bekam ich einen kleinen Kassettenrecorder mit dem ich vor allem Geräusche usw. per Mikrofon aufnahm. Auch Singles nahm ich darauf auf. Diese konnte man anschließend von Kassette hören ohne sie alle einzeln auflegen zu müssen! 1979 folgte ein kleiner Radiorecorder. Leider funktionierte das Aufnehmen von Musik aus dem Radio nicht gut (verzerrte Aufnahmen). 1980 bekam ich eine kleine Stereo-Kompaktanlage mit 40 Watt. Mit dieser konnte ich endlich vernünftig Musik aus dem Radio aufnehmen.



Die Bastelanfänge um 1980

Im Jahr 1980, als ich 12 Jahre alt war, experimentierte ich zusammen mit einem Freund mit kleinen Motoren aus Batterieloks sowie Batterielampen. Wir beschlossen eine kleine Bastelecke einzurichten. Aber wo? Da die Bastelecke meines Vaters seit Ende der 70er Jahre aus dem Keller so gut wie verschwunden war, konnten wir den Raum eigentlich dafür nutzen.

Also wurde aufgeräumt, der große Tisch im Kellerraum leer gemacht und alles an elektrischen Dingen, was ich im Keller fand, wie z. B. alte Widerstände und Kondensatoren, die noch von der früheren Bastelecke meines Vaters stammten, zum Basteltisch hin getragen. Zuerst konnten wir nicht viel damit anfangen, aber der Basteltisch mußte ja "nach was aussehen"! Aus einigen Brettern baute ich eine einfache Lautsprecherbox mit einem Breitbandlautsprecher. Diese wurde zusammen mit einer noch von meinem Vater stammenden Selbstbaubox an dem alten Stereoplattenspieler angeschlossen. So hatten wir im Bastelraum schließlich Musik.


1982.jpg

Die Bastelecke im Keller im Mai 1982
Schon erstaunlich, was man mit 13 Jahren so alles gemacht hat!


Bald bastelten wir fast jeden Tag. Beliebte Dinge waren zuerst Batterielämpchen und -motoren. Aus Legosteinen bauten wir Häuser, die wir von innen beleuchteten und Windmühlen mit sich drehenden kleinen Flügeln, die von kleinen Batteriemotoren angetrieben wurden. Die dazu nötige Kleinspannung kam aus Batterien und später aus Trafos. Öfter fuhren wir mit unseren Fahrrädern zum nahen Supermarkt und kauften diverse Kleinteile wie Druckschalter, Fassungen und Glühlampen, die es dort gab. Bald folgte eine elektrische Eisenbahn von Märklin auf einer großen Holzplatte.

Später fuhren wir auch hin und wieder zu den Elektronik-Fachgeschäften in Kiel: Transistor-Lukas am Wilhelmplatz, den es heute nicht mehr gibt, oder Elektronik-Schmidt am Exerzierplatz, um dort einige Kleinteile zu kaufen. Das alles von meinem Taschengeld, was aber so gut und sinnvoll angelegt wurde.




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