Anfang der 90er Jahre war langsam Schluß mit Basteln. Der Bastelschrank wich einem PC-Arbeitsplatz mit eigenem Monitor und ich stieg in die Welt der PC's ein. Außerdem fand ich im Sommer 1990 Zugang zu einem astronomischen Verein in Kiel. Neben dem PC waren die Hauptinteressen in den 90er Jahren Astronomie und Wetterkunde.
Januar 1990:
Tausch der Gummimatte bei dem Thorens gegen eine Filzmatte und
Tausch des Innentellers aus Kunststoff gegen einen aus Metall. Klanglich tat sich etwas und
die schwarzen Scheiben machten viel Spass!
Der neue Thorens 166 MK V im Januar 1990
Juni 1990:
Mein Vater gab mir seinen Commodore C-128, da er zu dieser Zeit
bereits einen richtigen PC hatte. Das Basic des C-128 war erheblich besser als das vom C-64,
Kreise ließen sich z. B. sehr einfach mit einem CIRCLE-Befehl zeichnen. Leider funktionierte
das im C-128 vorhandene Betriebssystem CPM nicht richtig; es kam ständig zu Abstürzen.
August 1990:
Ich sah mich nach einem neuen CD-Spieler mit Echtzeitanzeige um und kam
so zu meinem Technics SLP 555.
August 1991:
Mein Vater tauschte bei dem C-128 Speicherchips aus, aber das Betriebssystem
CPM funktionierte trotzdem nicht richtig. Daraufhin wollte er sich nach einem richtigen PC mit DOS
für mich umsehen. Bastelaktivitäten gab es kaum noch. Stattdessen breiteten sich langsam
die Computerbücher aus.
Die Bastelecke und die Stereoanlage im November 1991
Man sieht in den Regalen zunehmend Computerbücher.
Februar und März 1992:
Ich interessierte ich mich für Testbilder. Aus ehemaligen
Elektronikzeitschriften von meinem Vater aus den 70er Jahren suchte ich Beispiele wie Gitterraster,
Farbbalken oder Multiburst heraus und programmierte diese im Grafikmodus auf meinem C-128.
November 1992:
Ich bekam meinen ersten PC, einen 286er mit 4 Megabyte Hauptspeicher,
einer 20 Megabyte großen Festplatte und EGA-Monitor. Es war der alte Arbeits-PC meines Vaters,
der zum Üben aber erstmal reichte. Weiterhin kaufte ich mir vom ersparten Geld einen neuen
Verstärker, den Harman-Kardon HK 6500.
Dezember 1992:
Meine Eltern kauften sich eine 8 mm Videocamera (Camcorder) von Sony, vor allem, um die Oma nochmal
zu filmen. Ich bekam die neue Kamera gleich in die Hände, und war seitdem der Filmmeister.
Januar 1993:
Für den PC brauchte ich mehr Platz, da er einen eigenen Monitor hatte! So
löste ich die Bastelecke auf und baute für die elektronischen Dinge ein schmales
Regal aus Spanplatten. Wenn es mal was zum Basteln gab, konnte man es ja auch auf den Schreibtisch
machen. Für den Fernseher und den Videorecorder baute ich ebenfalls ein neues Regal aus
Spanplatten.
Das umgebaute Zimmer im Januar 1993
Der Basteltisch ist dem neuen PC-Arbeitsplatz gewichen und die Stereoanlage kam direkt in
die Ecke, wo vorher die Bastelecke war
Juni 1993:
Umzug in zwei neue Zimmer. Hier hatte ich viel mehr Platz! Das Regal
mit den elektronischen Teilen wie Trafos,
Bauteilen und Werkzeugen kam ins neue Arbeitszimmer, ebenso der
Computertisch mit dem PC, den mein Interesse jetzt besonders galt. Er wurde im weiteren Verlauf
ständig aufgerüstet und erweitert, z. B. bekam ich von meinem Vater einen VGA-Monitor.
Auch kam bald ein Tintenstrahldrucker hinzu, ein HP Deskjet 500. Das war doch etwas völlig
anderes als ein Nadeldrucker!
Der PC-Arbeitsplatz im neuen Arbeitszimmer im Sommer 1993
Februar 1994:
Der PC wurde mit einem 386er Prozessor und 8 Megabyte Hauptspeicher
aufgerüstet. Von DOS und Windows 3.1 ging es jetzt nach OS/2.
Dezember 1994:
Der PC wurde mit einem 486er Prozessor und 16 Megabyte Hauptspeicher
aufgerüstet. Weiterhin gabs eine neue Festplatte mit 1 Gigabyte und ein CD-ROM-Laufwerk.
Auch das Gehäuse wurde erneuert.
April 1995:
Der erste Internetzugang kam, und der war noch mit einem 28 KB Modem!
Ich nutzte ihn vor allem für Wetterkarten und Satellitenbilder. Ich arbeitet überwiegend
mit OS/2 Warp 3. Viele Programme für Windows 3.1 konnte ich auch
unter OS/2 laufen lassen. Die Oberfläche (Workplaceshell) wurde mit neuen Icons und
Hintergrundbilder aufgepeppt. Auch die Zeitschrift "OS/2 Inside" las ich öfter.
März 1996:
Bei unserem Videorecorder waren die Tastenblöcke zum Umschalten der Programme
hin und Ersatz gab es nicht mehr. So legte ich mir einen neuen von Panasonic zu.
Juli 1996:
Neue Lautsprecher für die Stereoanlage: Ich entschied mich für
die kleinen aber sehr gut klingenden Canton Karat 920 DC, die etwas wärmer und natürlicher
klangen als die alten Lautsprecher.
August und September 1996:
Der Musikgeschmack ging wieder in Richtung Discomusik. Ich schloss neben den neuen Cantonboxen
zusätzlich die alten Quadral Lautsprecher an den Verstärker an und betrieb so
vier Boxen. Weil jede Box 4 Ohm hatte, schaltete ich jeweils zwei
in Reihe, damit der kostbare Verstärker nicht durch eine zu niedrige Impedanz
überlastet oder gar zerstört wurde. Ich konnte die vier Boxen sogar in Form eines
Rechteckes aufstellen. Das gab teilweise einen richtig guten Sound.
Oktober 1996:
Aufrüstung auf OS/2 Warp 4. Die neue Version sah wirklich sehr
schön aus mit den 3D-Icons.
Mai 1998:
Es gab immer weniger Anwendungen für OS/2. Da unter OS/2 nur die alten Anwendungen
für Windows 3.1 liefen, war an neue Versionen der Windows-Anwendungen nicht zu denken.
Daher richtete ich mir zusätzliche eine Partition mit Windows 98
ein. Der Start erfolgte mit dem Bootmanager von OS/2. Weiterhin gab es einen neuen Drucker,
den HP 940c, weil der alte HP 500 bei Bildern feine Streifenmuster
erzeugte, was immer mehr nervte. Es war halt schon ältere Technik mit der es nicht besser
ging. Der neue Drucker druckte dagegen wirklich saubere Bilder wie Fotos!
Juli 1998:
Ich experimentierte mit dem Einbau von 10 cm Koaxialchassis fürs
Auto in ein kleines Gehäuse aus MDF. Mit der Zeit nervte mich aber deren klirriger Klang.
Oktober 1998:
Ich baute probeweise eine einfache Webseite zum Thema Wetter mit einigen
Links auf. Diese wurde nach und nach erweitert.
Januar 1999:
Ich bekam 5 Megabyte Webspace und stellte meine zuvor gemachte einfache
Wetterseite Online, womit meine Zeiten im Internet begannen. Gleichzeitig begannn ich HTML zu lernen.
Februar 1999:
Bau einer Mini-Zweiwegekonstruktion von
Visaton mit einer richtigen Frequenzweiche,
dem 10 cm Tiefmitteltonchassis WS 100 S sowie der Hochtonkalotte DT 94. Die Bauanleitung dazu
war im damaligen Katalog enthalten.
Ganz schön chaotisch sah es aus
während des Baus der kleinen MDF-Gehäuse für die Zweiwegelautsprecher
im Januar 1999
Wenig später die fast fertigen Gehäuse
Bitte beachten Sie die Hinweise zur Seite!