Eine Diode ist wie eine Einbahnstraße. Sie läßt den Strom nur in einer Richtung fließen und sperrt ihn in die andere Richtung.
Jede Diode hat zwei Anschlüsse: Die Anode und die
Kathode. Die Diode läßt
den Strom nur von der Anode zur Kathode fließen, wenn die Anode
gegenüber der Kathode um 0,7 V positiver ist. Dies gilt für
Siliziumdioden. Daneben gibt es noch
Germaniumdioden. Hier braucht die Anode nur um 0,3 V positiver
gegenüber der Kathode zu sein, damit ein Strom fließt. Diese Spannung bezeichnet
man auch als Durchlaßspannung und den Strom von der Anode zur
Kathode als Durchlaßstrom. Je nach der Art der Diode darf er
einige Milliampere bis zu mehreren Ampere betragen. Wird er überschritten, wird die
Diode sofort zerstört. In Schaltbildern werden Dioden mit D bezeichnet.
links: hier fließt ein Strom
rechts: hier fließt kein Strom
Schließt man eine Diode umgekehrt an, so daß die Kathode gegenüber der Anode positiver ist, dann fließt (fast) kein Strom. Genau fließt aber noch ein sehr geringer Reststrom. Man sagt auch die Diode wird in Sperrichtung betrieben. Die anliegende Spannung nennt man Sperrspannung. Auch für sie gibt es Höchstwerte die nicht überschritten werden dürfen.
Wird die maximale Sperrspannung überschritten, so steigt der Strom steil an. Man nennt diese Spannung, bei der das passiert, die Durchbruchspannung. Wird der Strom nicht begrenzt, zerstört er die Diode.
Verschiedene Dioden
Amerikanische Hersteller bezeichnen ihre Dioden mit 1N gefolgt von einer vierstelligen Zahl. Die wichtigsten Bezeichnungen von Dioden sind:
| 1. Buchstabe | 2. Buchstabe |
|---|---|
|
A = Germanium O = Germanium B = Silizium |
A = Gleichrichterdiode Y = Leistungsgleichrichterdiode |
| 1N XXXX = Bezeichnung amerikanischer Hersteller | |
Viele Dioden haben neben der Bezeichnung noch einen Ring, der den Kathodenanschluß kennzeichnet.
Der Ring (links) kennzeichnet den Kathodenanschluß
Germaniumdioden
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