Es gibt auch Wechselspannungen die nicht sinusförmig sind, z. B. die Rechteck-, Dreieck- oder Sägezahnspannung. Im Gegensatz zur sinusförmigen Wechselspannung haben sie einen anderen Scheitel- oder Crestfaktor als Wurzel 2. Ansonsten gilt alles, was unter sinusförmiger Wechselspannung erwähnt wurde.
Die einfachste Form der Wechselspannung ist die Rechteckspannung. Sie kann auf einfache Weise erzeugt werden und wird im Elektroniklabor für Testzwecke oft benötigt.
Rechteckspannung
Die Flanken der Rechteckspannung
werden auf vielen Oszilloskopen nicht dargestellt
Bei der Rechteckspannung gibt es weiterhin das Tastverhältnis. Es beschreibt das zeitliche Verhältnis zwischen den Boden und den Dach des Rechtecksignales oder genauer das Verhältnis zwischen Impulsdauer und Periodendauer. Es wird in Prozent angegeben. Ein Tastverhältnis von 50 Prozent entspricht einem symmetrischen Signal.
Tastverhältnis
Es gibt noch weitere Formen von Wechselspannungen, von denen die wichtigsten hier einmal kurz gezeigt werden sollen.
Dreieckspannung
Sägezahnspannung
Trapezförmige Wechselspannung
Die hier gezeigten Wechselspannungskurven werden auch von manchen Tongeneratoren erzeugt. Schließt man den Ausgang eines Funktionsgenerators an einen Verstärker mit Lautsprecher an, so kann man die erzeugten Wechselspannungen als Töne hören; vorausgesetzt, sie haben Frequenzen im hörbaren Bereich (zwischen 20 und 16.000 Hz). Jede Kurve hat ihren eigenen Klang. Der Sinus z. B. klingt unnatürlich weich und rein. Sinustöne werden vor allem für Test- und Meßzwecke benutzt. Das Dreieck klingt ebenfalls weich und erinnert ein wenig an eine Flöte. Der Sägezahn hat ein gewisses Obertonspektrum und klingt damit hell und scharf. Das Rechteck schließlich hat einen hohlen Klang ähnlich einer Klarinette.
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