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CB-Funk


Der CB-Funk (citizens band radio) ist ein Jedermannfunk im 11-Meter Band. Im Jahr 1975 wurden die AM-Kanäle 4 bis 15 freigegeben. Die maximale zulässige Sendeleistung betrug 0,5 Watt. Im Jahr 1983 wurden die Kanäle 1 bis 40 für FM mit einer maximalen Sendeleistung von 4 Watt und die Kanäle 4 bis 15 für AM mit einer maximalen Sendeleitstung von 1 Watt freigegeben. Für die Frequenznutzung mußte man damals für Feststationen eine monatliche Gebühr von 10 Euro zahlen. Nur reine FM-Geräte waren anmelde- und Gebührenfrei.



CB-Funk - etwas eigene Geschichte

In den 70er Jahren betrieb mein Vater CB-Funk. Ende der 70er Jahre wohnte er in Mainz und hatte in seinem Mercedes eine Mobilstation, die er täglich benutzte. Weiterhin betrieb er auch eine Stabo-Heimstation mit einer Dachantenne. Als ich bei ihm zu Besuch war, konnte ich von seiner Wohnung aus über Funk mit ihm sprechen, während er in der Stadt unterwegs war. Auch wenn er bei uns in Kiel war, hat er bei jeder Autofahrt gefunkt. Schließlich bin ich ja oft genug mitgefahren und habe so auch die Funkersprache langsam kennengelernt.

Im Jahr 1982, ich war 13 Jahre alt, bekam ich von meinem Vater zwei einfache Handgurken mit zwei AM-Kanälen. 1983 bekam ich eine bessere Handgurke mit drei AM-Kanälen. Eine von den einfachen Handgurken mit zwei AM-Kanälen gab ich meinem damaligen Freund. Wir fuhren oft mit unseren Fahrrädern los, jeder fuhr in eine andere Richtung und dann wurde gefunkt. Damals waren die Kanäle noch richtig voll.

Im Sommer 1983 und 1984 hörten wir oft gemeinsam auf meiner Handgurke mit den drei AM-Kanälen was dort los war. Wir probierten auch Kontakte zu anderen Funkern zu bekommen, was durch das berühmte "X" geschah, doch war die Reichweite der Handgurke begrenzt. Einmal hatten wir sogar mit einer Funkerin aus Altenholz gesprochen, was aufgrund der Reichweite bei uns das berühmte "Aaahhhh" auslöste.

Im benachbarten Kleingartengelände, in dem meine Oma auch einen Garten hatte, gab es einen jungen Hobbyfunker, der das Funkgerät im Auto seines Vaters nutzte. Auch mit ihm funkte ich oft und war einige Male dabei, als er im Auto seines Vaters an der Funke saß.

An meiner damaligen kleinen Gartenbude aus Holz hatte ich 1984 eine UKW-Antenne aus dem KFZ-Bereich angebaut. Diese hatte ich mit der Antenne meiner Handgurke verbunden und war erstaunt, was plötzlich alles zu hören war.

Im Jahr 1985 bekam ich eine Handgurke von Quelle mit 40 Kanälen FM und 12 Kanälen AM. Auch diese nahm ich öfter mit, um ein wenig auf den Kanälen zu lauschen. Vor allem auf den FM-Kanälen gab es abends immer wieder sogenannte "Runden". Das waren Gespräche von mehreren Funkern, die sich oft auf ihrem Hauskanal trafen. Einige Male hatte ich sogar Stationen aus Süddeutschland empfangen und ich konnte Gespräche von Funkern aus Norddeutschland mit denen aus Süddeutschland verfolgen, was eine spannende Sache gewesen war! Mit meiner Handgurke hatte ich da natürlich keine Chance, sowas ging nur mit einer Heimstation und richtiger Dachantenne...

Als ich 1988 daran dachte, bald einen Führerschein zu machen, kaufte ich mir im Voraus eine DNT-Mobilstation mit 40 Kanälen FM, die damals anmelde- und gebührenfrei war. Diese stand zunächst in meiner damaligen Bastelecke und ab und zu schaltete ich sie auch mal ein.


1989bastelecke.jpg

Die Bastelecke im Sommer 1989
Rechts sieht man im Vordergrund die DNT liegen


Im Sommer 1989 kam das erste Auto, und die DNT sollte dort hinein. Allerdings war ich mit dem Einbau doch überfordert und so wurde das erstmal auf Eis gelegt. Die Handgurke hatte ich 1990 verliehen. Nachdem ich sie zurückbekommen hatte, funktionierte sie nicht mehr richtig. Reparieren konnte ich sie nicht. Da meine Interessen Anfang der 90er Jahre immer mehr Richtung PC, Astronomie und Wetterkunde gingen, gerieten Elektronik und auch CB-Funk langsam in Vergessenheit.

Erst als ich im Januar 2003 wieder einen Basteltisch einrichtete, und das Interesse an der Elektronik zurückkam, gingen die Gedanken oft wieder in die alte Jugendzeit mit der Handgurke. Im März 2004 holte ich die DNT wieder heraus, die sogar noch funktionierte. Ich besorgte mir eine DV-27 Mobilantenne und hörte wieder hinein. Im Gegensatz zu früher war kaum noch was los auf den Kanälen, aber an einen Abend konnte ich Kontakt zu einem Gespräch aufnehmen. Die Chats im Internet hatten den CB-Funk weitgehend verdrängt.

Ich ließ die CB-Antenne von einem Fachhändler auf das Dach meines Fahrzeuges montieren; die DNT baute ich selbst ein. Im April und Mai 2004 hörte ich oft in den CB-Funk und nahm auch mal Kontakt zu laufenden Gesprächen auf. Kurz danach wurde die DNT gegen eine Stabo Mobilstation getauscht, die zusätzlich 12 AM-Kanäle hatte.

Da ich später ein anderes Fahrzeug bekam, blieb der CB-Funk erstmal außen vor. Heute hat mein Vater in seinem Garten ein gutes CB-Funkgerät mit SSB und langer Außenantenne, was ich ab und zu benutze. Die Montierung einer eigenen Dachantenne ist mir zu aufwendig, da kann man später lieber im Garten eine Außenantenne an einem kleinen Mast anbringen und im Gartenhaus funken. Jedenfalls machte der CB-Funk um Klassen mehr Spass als heute dieses ganze dumme Getipsel mit den Handys und dem SMS-Mist.


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