Ein Kondensator verhält sich an einer Wechselspannung anders als an einer Gleichspannung
Beim Anschluß an einer Wechselspannung wird der Kondensator ständig umgeladen. Der Strom eilt der Spannung um 90 Grad voraus - es besteht also eine Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung. Im Wechselstromkreis verhält sich der Kondensator wie ein Widerstand. Diesen bezeichnet man als kapazitiven Blindwiderstand. Man berechnet ihn wie folgt:
Wobei F die Frequenz in Hertz ist und C die Kapazität in Farad. Der kapazitive Blindwiderstand wird umso größer, je kleiner die Kapazität und je kleiner die Frequenz ist. Ein Kondensator mit kleiner Kapazität läßt z. B. hohe Frequenzen passieren und sperrt durch seinen größer werdenden Blindwiderstand die tiefen. In der Tontechnik werden Kondensatoren daher oft als Hochpaßfilter eingesetzt.
Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung auf dem Oszilloskop
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